Von Legacy zu API: Bestandssysteme schnittstellenfähig machen
Viele Anwendungen in Versicherungen und Verbänden laufen seit Jahrzehnten zuverlässig. Sie enthalten Fachlogik, die oft nirgendwo sonst dokumentiert ist. Gleichzeitig steigen die Anforderungen: aktuelle Java-Versionen und Bibliotheken, Sicherheitsvorgaben, moderne Betriebsplattformen und vor allem Schnittstellen, über die Makler, Portale und zunehmend auch KI-Agenten in Echtzeit Auskunft erhalten.
Wir modernisieren solche Systeme schrittweise und ohne Unterbrechung des laufenden Betriebs.
Ausgangslage
- Java-Anwendungen aus den 2000er-Jahren mit veralteten Java-Versionen und Bibliotheken
- Betrieb auf iSeries (AS/400) oder anderen Host-Plattformen
- Schnittstellen, die von vielen Partnern genutzt werden und nicht von heute auf morgen abgelöst werden können
- Wissen über Fachlogik und Betrieb, das mit wenigen Personen verbunden ist
Vorgehen
- Bestandsaufnahme: Code, Abhängigkeiten, Datenflüsse und Fachlogik verstehen und dokumentieren
- Absicherung: bestehendes Verhalten durch Tests festhalten, bevor etwas verändert wird
- Schrittweise Umstellung: Java-Versionen und Bibliotheken aktualisieren, Teile herauslösen statt alles auf einmal zu ersetzen
- Parallelbetrieb: alte und neue Schnittstelle laufen nebeneinander, Partner stellen in ihrem eigenen Tempo um
- API-First: neue Funktionen als REST-Services mit klar definierten Verträgen
- Betrieb: Umstellung vom Host-Hosting auf Container
- Begleitung der Anwender: aktuelle Dokumentation und Unterstützung bei Installation und Umstellung
KI-gestützte Analyse
Bei der Analyse von Bestandscode setzen wir KI-Werkzeuge ein: um Fachlogik aus altem Code herauszuarbeiten, Abhängigkeiten sichtbar zu machen, Dokumentation zu erstellen und Tests zu erzeugen. Das verkürzt die Einarbeitung in gewachsene Systeme deutlich.
Die Ergebnisse prüfen erfahrene Entwickler fachlich und technisch. KI-Werkzeuge verwenden wir nur in Umgebungen, die der Auftraggeber für seinen Code und seine Daten freigegeben hat.
Erfahrung
Für den österreichischen Versicherungsverband modernisieren und betreuen wir Anwendungen, die von den Versicherungsunternehmen gemeinsam genutzt werden:
- Modernisierung Anopak: Umstellung auf aktuelle Java-Versionen und aktuelle Bibliotheken zur XML-Verarbeitung, Überarbeitung der Dokumentation und Unterstützung der Versicherungsgesellschaften bei Installation und Umstellung.
- Modernisierung MVS: Konzept für einen Parallelbetrieb von alter und neuer Schnittstelle, Ergänzung der MVS-Verarbeitung um API-First-REST-Services, Umstellung des Hostings von iSeries auf Container.
- Wartung: Betreuung weiterer Java-Legacy-Anwendungen.
Auch bei Versicherern begleiten wir Migrationen von Altsystemen:
- Kfz-Migration bei einem deutschen Direktversicherer: Ablöse einer Legacy-Bestandsverwaltung durch eine moderne, Java-basierte Bestandsverwaltung eines Softwareherstellers. Kap Dion hat dabei die Businessanalyse und das Fachkonzept erstellt und die Produkte Kfz und Privat-Haftpflicht im Produktserver der neuen Bestandsverwaltung abgebildet.
- Kfz-Produkt aus Host-Lösung: Analyse einer bestehenden Host-Lösung für die Sparte Kfz, Neuaufbau in einem neuen Produktmanager und Test gegen die bestehende Lösung.
Modernisierung und Produktwissen
Modernisierung ist kein Selbstzweck. Ziel ist, dass Kernsysteme ihr Wissen über Produkte, Verträge und Bestände verlässlich über Schnittstellen bereitstellen können: über OMDS für die Makler-Welt und über Protokolle wie MCP für KI-Anwendungen. Wie Produktwissen dafür strukturiert und bereitgestellt wird, beschreiben wir unter Produktwissen.